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Unsere Experten-Bloggerin, Frau ATWWAH, erklärt Ihnen, warum ein Urlaub mit Babys ganz bestimmt nicht zum Albtraum werden muss.

Mit Babys verreisen

Hilfe! Wie wird das bloß?: Als ich mit dem kleinen Experten schwanger war, hat mir ein Arbeitskollege und Vater zweier Kinder erzählt, ich solle meinen letzten kinderfreien Urlaub auf jeden Fall genießen, weil ich nie wieder einen so entspannten Urlaub haben würde. Wenn Sie seine Ratschläge befolgen und sich darauf einstellen, dass ein Urlaub mit Kindern gar kein „echter“ Urlaub mehr ist, dann werden Sie nicht enttäuscht sein. Sehen Sie die Zeit mehr als eine Auszeit von zu Hause an. Wie es dann wirklich war: In unserem ersten Urlaub mit dem kleinen Experten erinnerte ich mich an die Worte meines Kollegen. Unser Zögling war damals erst ein paar Monate alt und wir reisten nach Devon. Im Vorfeld der Ferien war das Wetter sehr schön und unser kleiner Experte und ich freuten uns auf ein paar Nächte weg von zu Hause. Wir sind vorher nie in Devon gewesen, deswegen dachte ich, dies wäre ein gutes Ziel – sozusagen als Generalprobe für einen späteren Übersee-Urlaub. Und es war wirklich wunderschön. Nun, abgesehen vom Wetter, das am Tag unserer Abreise doch ziemlich umschlug. Und abgesehen von der Tatsache, dass sich das Hotel am Ende einer völlig abgelegenen Landstraße befand, die unser Satelliten-Navi nicht kannte. Die letzten fünf Minuten der Autofahrt vergrub ich den Kopf in den Händen und schrie den kleinen Mister an, ich könne nichts sehen: Wir waren mitten in einer Kuhherde gelandet und überzeugt davon, dass unsere Reise im Graben enden würde. Was Ihnen wirklich niemand erzählt – und ich denke, dass der NCT das als Modul in seine Geburtsvorbereitungskurse aufnehmen sollte –, ist, dass das Verreisen mit Babys ziemlich einfach ist. Einen Monat nach unserer Devon-Reise nahmen wir einen Übersee-Urlaub mit vierstündigem Flug nach Gran Canaria in Angriff. Zugegebenermaßen wurde das kein exotisches Abenteuermärchen, aber es war immer noch ein Urlaub, der uns an einen wunderschönen Ort führte. Die besten Partner auf Reisen:Babys sind sehr leicht zufriedenzustellen. Sie wollen bloß gefüttert sein, gewaschen, umgezogen und geknuddelt werden. Das sind alles Dinge, die Ihnen auch im Urlaub kein Aufhebens bereiten. Außerdem neigen die meisten Babys dazu, sehr viel zu schlafen, was praktisch ist, da Sie das Kinderbettchen neben Ihrem Liegestuhl aufstellen können. Zum Teufel, Sie können Ihr Baby auch einfach auf den Liegestuhl legen – passen Sie bloß auf, dass es nicht hinunterfällt! Wenn Urlaub für Sie also Sonnenbaden mit guter Lektüre bedeutet, können Sie zwischen Füttern und Windelwechseln also durchaus vollständig auf Ihre Kosten kommen.

Accessoires

Allen, die ein wenig abenteuerlustiger sind, seien die unzähligen verschiedenen Modelle von Kindertragerucksäcken ans Herz gelegt. Falls Urlaub für Sie also eher Bergsteigen oder Sightseeing bedeutet, können Sie dank der Kinderkiepe Ihr Baby auch dorthin mitnehmen. Wassersporttaugliche Kiepen gibt es vermutlich noch nicht, aber warten Sie mal ein paar Jahre, dann gibt es bestimmt sogar dafür eine Lösung.

Zwischenstopps

Mit einem Baby unterwegs zu sein, ist relativ einfach. Autobahn-Raststätten sind zwar nicht die schönsten Orte, die man sich vorstellen kann, aber die meisten sind sogar auf die Bedürfnisse von Familien eingerichtet und besitzen abgetrennte Bereiche zum Babyfüttern, die auch mit einer Mikrowelle ausgestattet sind.

Flughäfen

An den Flughäfen des Vereinigten Königreichs tut sich hinsichtlich der Familienfreundlichkeit sehr viel. Die meisten Flughäfen im Ausland sind noch nicht so weit, aber meistens finden Sie auch hier eine Wickelkabine. Bei Boots an den britischen Flughäfen können Sie Kartons mit Babymilch vorbestellen. So müssen Sie sich keine Sorgen um den Gang durch die Security machen, und Sie können immer auf das Anrühren von Fertigpulver zurückgreifen, wenn Sie im Urlaub sind. Stillende Mütter können vor dem Flug etwas von ihrer Milch abpumpen. Sie sollten trotzdem sichergehen, dass Sie mehrere Fläschchen dabeihaben, weil Sie davon trinken müssen. Die meisten Flughäfen im Vereinigten Königreich bestehen darauf, dass Sie die Hälfte von allem, was Sie mitnehmen wollen, öffnen müssen. So müssten also zwei von vier Flaschen anbrechen. Den Kinderwagen können Sie am Flughafen den gesamten Weg bis zu den Gates mitnehmen. Nicht immer ist es jedoch so, dass Sie sie auch am Ankunftsgate sofort wiederbekommen, deswegen verfallen Sie besser nicht vorher noch in den Duty-Free-Kaufrausch.

Auf Langstreckflügen

Alle meine Bekannten, die einen Langstreckenflug mit Baby unternommen haben, waren überrascht, wie einfach es war. Ängste hinsichtlich schreiender Säuglinge wurden meistens nicht bestätigt. Die meisten haben davon geschwärmt, wie ruhig ihr Baby während des Fluges geschlafen habe. Seien Sie also nicht zu ängstlich, wenn es darum geht, zum ersten Mal mit dem Baby in Urlaub zu fahren. Tausende von Ihnen haben das auch schon getan und jedes Mal ist alles gut gegangen. Genießen Sie es, denn die echten Strapazen warten noch auf Sie – ein Kleinkind mit auf Reisen nehmen müssen!