Hoch hinaus in Tirol: Skifahren auf den fünf Gletschern

Verena Wolff
9th Dezember 2021

Nirgendwo ist die Skisaison so lange wie auf den Gletschern. Tirol hat derer gleich fünf zu bieten – und die starten bereits im Herbst in die Saison. Im Kaunertal, im Pitztal, in Sölden, im Stubai und in Hintertux ist der Schnee auf mehr als 3000 Metern Höhe garantiert – bis weit nach Ostern. Insgesamt warten die fünf Gletscher mit rund 300 Pistenkilometern, 75 Seilbahnen und Liftanlagen sowie rund 100 Kilometern Variantenabfahrten auf.

Skifahren auf dem Pitztaler Gletscher

Pitztaler Gletscher (1.640 bis 3.440 Meter)

Höher ist besser, so das Motto im Pitztal. Denn auf dem „Dach Tirols“ kann man im Winter wunderbar auf und abseits der Skipisten unterwegs sein. Zum einen gibt es die breiten Naturschneepisten, auf denen Kinder und Erwachsene ihre Spuren ziehen können. Wer sich aber doch einmal abseits der Pisten bewegen möchte, ist im ersten gesicherten Skitourenpark Österreichs bestens aufgehoben. Drei unterschiedliche Aufstiegsrouten kann man erkunden, sogar Einsteiger schaffen das. Der Skitourenpark ist Teil des X Parks. Hier gibt es noch zahlreiche weitere Wintersportmöglichkeiten – im Funpark, beim Speed-Check, beim Freeriding oder auch beim Langlaufen. Wer schon immer mal Cross Sport ausprobieren wollte, der sollte die Family Cross-Line im Funpark besuchen. Die einfache Strecke ist für jeden befahrbar. Daneben gibt es noch zwei weitere Lines, die Funline mit abwechslungsreichen Hindernissen und die Waveline, mit jeder Menge Fahrspaß.

Hintertuxer Gletscher (1.500 bis 3.250 Meter)

„Wintertux“ ist das einzige Ganzjahresskigebiet Österreichs. „Höhlisch-feurig“ wird es mit einem neuen Angebot für die kommende Saison: Nach einem Vormittag auf den Skipisten taucht man mittags mit einem Guide ab in die Spannagelhöhle, der einzigen Marmorhöhle in den Zentralalpen. Rund eine Stunde lang ist man in der Höhle unterwegs und stimmt sich dort mit einem Ap

eritif auf das feurige Fondue ein, das es im Anschluss im gemütlichen Spannagelhaus gibt. Mit 600 PS, nämlich mit dem Pistenbully, geht es zurück zur Liftstation und weiter mit den Gondeln entspannt ins Tal.

Stubaier Gletscher (1.750 bis 3.210 Meter)

Der Stubaier Gletscher nennt sich „Königreich des Schnees“ – und das zu Recht. Denn es ist mit 65 Pistenkilometern Österreichs größtes Gletscherskigebiet und bietet für alle Familienmitglieder richtig viel Spaß. Schon bisher zählte der Snowpark Stubai Zoo zu den Top-Locations. In der neuen Saison gibt es sogar noch neue Attraktionen: Eine zusätzliche, 300 Meter lange Jibline nämlich. Am Stubaier Gletscher hat man ein großes Herz für kleine Pistenflitzer: So fahren Kinder unter zehn Jahren in Begleitung eines zahlenden Elternteils umsonst. Es gibt zahlreiche Angebote für den Nachwuchs, für Kleinkinder ebenso wie für Ski-Teenager. Mit dem BIG Family Slalom, der BIG Family Boardercross sowie der BIG Family Fun Slope sowie Kinderrestaurant und Kindergarten ist für alle Bedürfnisse gesorgt.

Sölden (1.350 bis 3.340 Meter)

Sölden gehört nicht nur zu den größten, sondern auch sicherlich zu den bekanntesten Gletscher-Skigebieten. Und es gibt viel Neues: Nach dem Neubau an der Mittelstation der Gaislachkoglbahn, direkt an der Piste, laden zwei neue, moderne Restaurants die Gäste zum Einkehren ein: Im Marktrestaurant im Erdgeschoss gibt es neben Klassikern auch vegetarische und vegane Speisen sowie einen Slow Food Corner fmit beeindruckender Aussicht durch die großen Panoramaglasflächen. Während man fasziniert die Ausblicke in die Ötztaler Gletscherwelt genießt, darf man sich am Gaislachkogl auch über neue Einblicke freuen – nämlich in die neue Mission von James Bond. „007 Elements“ ist eine einzigartige James Bond Erlebniswelt mit Original-Requisiten, Installationen und Filmausschnitten.

Kaunertal (1.273 bis 3.113 Meter)

Eine neue Bahn und damit viele neue Möglichkeiten bietet das Kaunertal den Wintersportlern in dieser Saison. Die Bergstation der Weißseejochbahn befindet sich auf 3.044 Metern Höhe, direkt an jenem Grat, an dem die Staatsgrenze zwischen Österreich und Italien verläuft. Während der Fahrt entlang der zwei Kilometer langen Strecke hat man den fantastischen Blick auf ein Panorama mit unzähligen 3000er und sogar 4000er-Gipfeln. Wichtige Aspekte bei der Planung der neuen Bahn waren die Barrierefreiheit und die Nachhaltigkeit, sodass alle Zugänge für Monoskifahrer und Rollstuhlfahrer gut zu bewältigen sind. Um dem besonderen Anliegen der Nachhaltigkeit gerecht zu werden, erfolgt die Stromgewinnung der neuen Weißseejochbahn mittels Solarpanelen. Auch spezielle Solartechnik, die in dieser Form neu für Seilbahnen ist, wurde eingesetzt: Die Gebäudehülle besteht an den sonnenstarken Seiten aus neuartigen PV-Modulen, die nicht spiegeln. Dadurch wird an 365 Tagen im Jahr Strom produziert, die neue Bahn fährt also quasi „grün“. Ein „Place to be“ für die Freestyle-Szene ist auch in diesem Jahr der Snowpark Kaunertal, der mit zwei Kilometern Länge zu den größten Parks in Europa zählt.

Skipass „White5“ gilt an insgesamt zehn Tagen zwischen dem 1. Oktober 2021 und dem 15. Mai 2022 flexibel auf allen fünf Gletschern. Er kostet 492,- Euro pro Person. Hier gibt es Infos zu den Corona-Regeln.

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