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Die ersten Autofahrten hat Ihr Baby schon hinter sich, vielleicht sogar schon die erste Reise mit dem Zug. Jetzt steht die erste Flugreise an. Und das ist natürlich eine ganz andere Hausnummer für die Kleinen. Manche Babys lieben es zu fliegen, andere können ausdauernd schreien und sind nur schwer zu beruhigen. Und so mancher Säugling hat auch schon mal den ganzen Flug einfach verschlafen. Hier ein paar Tipps, damit auch die Kleinsten gut abheben.

1. Zeitpunkt

Nach Expertenmeinungen dürfen Babys bereits in der ersten Lebenswoche fliegen. In erster Linie richtet sich der Zeitpunkt auch nach dem Gesundheitszustand des Babys. Hat das Baby eine Erkältung oder Ohrprobleme, sollten Sie es auf keinen Fall an Bord. Und wenn man doch fliegen muss, helfen in der Regel Nasentropfen für Kinder. Fragen Sie am besten vor jedem Flug den Kinderarzt um Starterlaubnis.

2. Druckausgleich

Babys empfinden das Zufallen der Ohren während des Fluges meist als unangnehm. Schnelle Abhilfe leistet hier der Schnuller. Durch das Schlucken werden Babys Öhrchen wieder frei. Stillen hat übrigens den gleichen Effekt.

3. Wartezeiten

Frischgebackene Eltern kommen mit Ihren Babys beim Check-In in einen besonderen Genuss. Beim Pre-Boarding dürfen sie als erste zusteigen und die Plätze einnehmen. Allerdings muss man dann die Wartezeit im Flieger mit einkalkulieren, bis die anderen Reisegäste ihre Plätze eingenommen haben. Auch da kann die Geduld des Babys schnell zu Ende sein. Da hilft nur: ausprobieren. Eine andere beliebte Variante: Papa geht per Pre-Boarding schon mal vor und verstaut das Handgepäck und Mama kommt später nach, wenn alle auf ihren Plätzen sind.

4. Platzwahl

Spezielle Babyplätze für Säuglinge gibt es in fast jedem Flieger. Dort gibt es mehr Beinfreiheit – das heißt genügend Platz zum Herumkrabbeln – sowie meist eine Aufhängung für Babytaschen. Mitgebrachte Autokindersitze werden auf einem separaten Sitz fixiert. Nicht vergessen, früh zu reservieren, denn die Babyplätze sind heiß begehrt. Bei manchen Fluglinien muss man dafür allerdings tief in die Tasche greifen. Bitte erkundigen Sie sich bei der Fluggesellschaft, welche Autokindersitze jeweils erlaubt sind.

Eine Sitzplatzreservierung für die ganze Familie ist auch mit Kindern ab zwei Jahren sinnvoll, damit der Nachwuchs auf jeden Fall in der Nähe ist und nicht etwa mehrere reihen entfernt.

Manchmal gibt es auch die Möglichkeit, in einem mobilen Babybett zu schlafen. Billigflieger bieten in der Regel keine Baby-Bassinets an.

5. Preis

Kinder bis zu zwei Jahren haben nicht automatische Anspruch auf einen Sitzplatz.

Auch wenn die Babys auf dem Schoß der Eltern sitzen, werden Gebühren fällig. Je nach Fluggesellschaft sind das in der Regel zwischen zehn und zwanzig Prozent des regulären Ticketpreises, beziehungsweise ein Pauschalbetrag.

6. Am Flughafen

Manche Flughäfen bieten den Vorabend-Check-In an. Dieser bietet sich an für Leute, die in der Nähe des Flughafens wohnen oder auf der Durchreise sind.
Damit Sie sich im Flughafen gut bewegen können, ist die Mitnahme eines Buggys empfehlenswert. Fluggesellschaften halten meist auch Leihbuggys bereit, dann können Sie Ihren eigenen mit dem Gepäck aufgeben.

In den meisten Flughäfen gibt es Spieleecken für Kinder, um die Wartezeit zu überbrücken. Informationen speziell für das Reisen mit Kindern finden sich auf den meisten Webseiten der Flughäfen.

7. Verspätung

Für längere Wartezeiten als geplant, ist es sinnvoll, einen kleinen Vorrat an Windeln und Feuchttüchern im Handgepäck zu haben. Fragen Sie nach, ob der Flughafen eine Spieleecke oder einenen Kleinkindbereich mit Wickelmöglichkeit hat.

8. Klimaanlage

Damit sich Ihr Baby im klimatisierten Flieger nicht erkältet, sollten Sie darauf achten, dass es warm eingepackt ist. Eine gute Idee ist eine kleine Kuscheldecke. Ist es warm an Bord, hat sich der Zwiebellook bewährt. Die Kleinen sollten außerdem viel trinken, da die Luft durch die Klimaanlage recht trocken ist.

9. Essen

Wenn Sie Fläschchen oder eine Mahlzeit anrühren müssen, ist Ihnen das Bordpersonal gerne beim Anwärmen behilflich.

Denken Sie daran, für das Baby ein Ersatz-Shirt oder Body einzupacken – und auch für sich selbst. Die Wahrscheinlichkeit, das im engen Flugzeug mal was überschwappt oder verkleckert wird, ist erfahrungsgemäß hoch.

10. Kinderreisepass

Denken Sie rechtzeitig an die Reisedokumente. Bei Auslandsreisen braucht auch Ihr Säugling bereits einen Reisepass.