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„Mami, Papi, erzählt doch mal: Stimmt es, dass es früher eine Mauer in Deutschland gab?“ Vielen aus der Elterngeneration ist das geteilte Deutschland noch präsent. Für unsere Kinder ist dieses finstere Geschichtskapitel jedoch zu abstrakt, um es wirklich zu verstehen. Reisen Sie doch mal an die ehemalige Grenze oder zu den historischen Stätten in und um Berlin. Lassen Sie die Kinder ein Stück Mauer berühren, die alten Wachtürme besteigen oder im ehemaligen Todesstreifen auf Exkursion gehen. Dann fällt das Begreifen leichter. Und das ist wichtig, finden wir. Drei sehenswerte Stationen.

1/3 Zu Besuch in „Little Berlin“: Deutsch-Deutsches Museum Mödlareuth

Bis 1989 teilte eine massive Betonmauer das bayerisch-thüringische Dörfchen Mödlareuth mitten entzwei. Mit der Aufteilung in eine amerikanische und eine sowjetische Besatzungszone nach dem Zweiten Weltkrieg wurden Verwandte, Freunde, Nachbarn völlig voneinander abgeschottet: Grüßen oder winken über die Grenze war von DDR-Seite aus strengstens verboten. Über die Einhaltung der Regeln wachten die Grenzposten auf den Beobachtungstürmen mit ihren Ferngläsern und Gewehren. Heute können die Mödlareuther wieder gemeinsam feiern oder einen Plausch auf der Straße halten. Besuchern präsentiert das Museumsdorf heute deutsch-deutsche Geschichte zum Anfassen – eben im Mini-Format. An einem langen Mauerstück lässt sich die in Beton gegossene Teilung anschaulich nachfühlen. Wer es genau wissen will, kann in einen original erhaltenen Beobachtungsturm hineinsteigen, auf einen Sowjet-Panzer klettern und in der Ausstellung erfahren, wie die Einwohner damals den Alltag meisterten. Oder vergnügt über den Grenzbach zwischen Bayern und Thüringen springen.

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Weitere Informationen

Öffnungszeiten:

01.03. bis 31.10.:     Di - So 09.00 – 18.00 Uhr

Montag nach Vereinbarung

01.11. bis 28.02.:     Di - So 09.00 – 17.00 Uhr

Montag nach Vereinbarung

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Foto von: Mediathek des Deutsch-Deutschen Museum Mödlareuth

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