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Ab welchem Alter kann man Kinder mit in die Berge nehmen? Sobald sie sicher sitzen können – so sagt es der Deutsche Alpenverein. Dann natürlich sicher untergebracht in der Kraxe. Richtig Spaß macht es freilich erst, wenn alle richtig mitwandern können. Stichwort Spaß: Der ist das A und O für eine gelungene Familien-Bergwanderung. Monotone Aufstiege zum Gipfel sind nichts für Kids. Verschlungene Pfade, Bäche und Wasserfälle, Begegnungen mit Tieren und spannende Erlebnis-Trails dagegen schon. Wählen Sie also eine abwechslungsreiche Strecke aus, bauen spielerische Elemente ein und achten Sie darauf, die Kinder nicht zu überfordern.

Die richtige Tourenplanung macht’s

Nach der Faustregel können Kindergartenkinder drei oder vier Stunden Gehzeit bewältigen, Schulkinder schaffen auch schon mal eine Tagestour. Und noch eine zweite Faustregel gibt es: Wer die Normalgehzeit mit 1,5 multipliziert, erhält die ungefähre Gehzeit für Kinder. Das Höchste für kleine Gipfelstürmer ist eine Übernachtung auf einer urigen Berghütte. Gut, dass sich alpenweit rund 100 Berghütten explizit auf Familienbesuch eingestellt haben. Sie sind an der Plakette „Mit Kindern auf Hütten“ erkennbar.

Diese drei Bergtouren bieten Familienspaß mit fünf Sternen.

Tour 1: Um den Ferchen- und Lautersee

Ja doch, ein bisschen Kondition ist schon gefragt. Von Mittenwald aus geht es nämlich zunächst steil nach oben. Doch der Mühsal folgt sogleich der Lohn – in Form von fantastischen Ausblicken auf das Karwendelgebirge, einem erfrischenden Wasserfall und einem kleinen Wasserlehrpfad, auf dem die Kinder sofort ihre Kraft wiederfinden.  Am Lautersee geht es dann schließlich auch hinein ins kühle Nass, dort warten schon Sprungturm und Liegewiese. Das Vergnügen ist allerdings nichts für Warmduscher: Der See wird von frischen Bergbächen und unterirdischen Quellen gespeist, sodass die Wassertemperaturen selten über 20 Grad Celsius klettern. Mit etwas Glück kann man im Sommer übrigens Ziegen am See beobachten, die zum Trinken ans Ufer kommen. Nach der Badepause geht es mit frischem Schwung weiter zum idyllischen Ferchensee. Wer noch Mumm in den Beinen hat, kann den Umweg über den Hohen Kranzberg nehmen – Gipfelerlebnis inklusive. Vom Ferchensee aus geht es schließlich über einen Walderlebnispfad wieder hinunter nach Mittenwald.

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Weitere Informationen

  • Länge: 8,3 Kilometer
  • Normalgehzeit: 2,5 h
  • Aufstieg: 281 m, Abstieg: 281 m

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Foto von: DAV, Hans Herbig und Alpenwelt Karwendel, Stefan Eisend

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